
宗教建筑公元742年,埃尔富特设为主教区,人们就把这一年作为建城之始。中世纪时,这里是宗教堡垒,先后修筑了80多座教堂和36座修道院,虽经几 百年风雨沧桑,今天仍保留下二三十座宗教建筑。1392年,埃尔富特办起一所大学(1816年解散,1992年重建)。宗教改革家马丁·路德曾在这里完成 学业,随后又在城北的奥古斯丁修道院度过6年光阴,这座修道院至今仍在。埃尔富特也是一些重大历史事件的目睹者,拿破仑曾在这里会见沙皇亚历山大一世,并 接见了大文豪歌德。1891年,社会民主党在这里召开代表大会,通过了《埃尔富特纳领》。 菘蓝花城古时,埃尔富特周围大量种植菘蓝,从中可以提取蓝色染料。通过经营这种植物,埃尔富特发展成一大贸易都市和德国有数的富裕大城。今日繁华的安格尔 大街 (Anger)就是当年的菘蓝贸易市场。从许多临街楼屋正面墙上那豪华的装饰可以看出这座古城当年的富足。然而,自从地理大发现以来,海外价格便宜的靛蓝 占领了市场,这里的菘蓝贸易日趋萧条,以致消失。18世纪起,人们开始转而发展花卉种植业,用科学方法培育花籽。埃尔富特遂成为园艺中心,向各国大量出口 鲜花和花籽。现在这里每年举行国际园艺展。场址在市南,占地广达100公顷。那里的花田常年色彩纷呈,灿烂如锦,附近还设有园艺博物馆。 中世纪教堂埃尔富特拥有极为众多的中世纪教堂、修道院和富裕市民的华丽房屋(尤其是鲁市周围),而且保留得十分完整,真可谓是“建筑艺术的露天博物馆”。 最有艺术价值的是教堂山上的双教堂。其中大教堂(Dom)具有罗曼式和哥特式的混合风格。殿堂格局宏伟,高大空廓,层顶装饰有多座大小不等的尖塔,一排排 长玻璃窗上全是五彩的玻璃画。墙上还有各种精美生动的人物雕像,西北大门壁上耶稣12门徒的雕像,最为出色。后室的高墙上有一座铸于1497年的铜钟,重 12吨,是世界最大的铸钟之一。它的钟声洪亮,在20公里外的魏玛城都清晰可闻。大教堂西北,一巷之隔,矗有另一座教堂,名叫圣塞维利堂。它的外部建筑并 不显眼,但却外拙内秀,内部结构十分精美。壁上的人物雕像,神态俨然。堂内还有15世纪的豪华石棺。 商贬桥格拉河在埃尔富特市内分为几股,市区河道蜿蜒,水市楼台,富有水乡情调。市政厅附近的河上架着一座古桥,叫商贩桥(krumerbrucke),建 于14 世纪。桥上两侧,筑有32座三四层商的楼屋,构成一条风格独特的桥街。桥街上是一家家出售工艺品和古玩的店铺。这样的桥街在意大利的佛罗伦萨有一座,而在 德国却只此一处。因此,桥街和双教堂一样,成为埃尔富特的象征。
埃尔富特[1](德语:Erfurt,德语:[ˈɛʁfʊʁt] (ⓘ))是德国中部的一个城市。它是图林根州的首府,并是一个有196,500人口的制造业中心。
埃尔富特东北100公里是莱比锡,向西113公里是卡塞尔和向西北180公里是汉诺威。向外联系则可从慕尼黑转机往埃尔富特机场。
Erfurt [ˈʔɛɐ̯.fʊɐ̯t] ist seit 1991 die Landeshauptstadt des Freistaates Thüringen. Sie ist mit 215.000 Einwohnern (Stand: Juli 2024) die größte Stadt Thüringens und eines der Oberzentren des Landes. Wichtigste Institutionen neben den Landesbehörden sind das Bundesarbeitsgericht, die Universität und die Fachhochschule Erfurt, das katholische Bistum Erfurt, dessen Kathedrale der Erfurter Dom ist, sowie das Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Neben der Krämerbrücke ist das einzigartige Ensemble von Dom und Severikirche eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. Darüber hinaus besitzt die Stadt einen knapp drei Quadratkilometer großen mittelalterlich geprägten Altstadtkern mit etwa 25 Pfarrkirchen, der barocken Zitadelle Petersberg, der ältesten erhaltenen Synagoge in Mitteleuropa sowie zahlreichen Fachwerk- und anderen Bürgerhäusern. Die Stadt liegt im weiten Tal der Gera im hügeligen, landwirtschaftlich intensiv genutzten südlichen Thüringer Becken.
Erfurt wurde 742 im Zusammenhang mit der Errichtung des Bistums Erfurt durch Bonifatius erstmals urkundlich erwähnt – schon damals als Großsiedlung. Bereits kurz danach entwickelte es sich zum Zentrum des Thüringer Raumes, wenngleich es lange Zeitabschnitte politisch nicht Teil des Landes war. Im Mittelalter hatte die Stadt ein hohes Maß an Autonomie. Das änderte sich mit der gewaltsamen Unterwerfung durch die Mainzer 1664. Im Jahr 1802 wurde Erfurt Teil Preußens (mit Ausnahme der Zeit von 1806 bis 1814, als es als Fürstentum Erfurt direkt unter französischer Herrschaft stand) und ist bis 1945 Teil von Preußen geblieben. Die Universität wurde 1392 eröffnet, 1816 geschlossen und 1994 neu gegründet. Damit ist sie die dritte Universität, die in Deutschland eröffnet wurde, kann dank eines Gründungsprivilegs von 1379 aber auch als älteste gelten. Martin Luther war ihr bekanntester Student.
Die Wirtschaft der Stadt ist von Verwaltung und Dienstleistung geprägt. Außerdem ist Erfurt Standort verschiedener Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Mikroelektronik. Ferner hat sich auf Grund der niedrigen Lohnkosten und der zentralen Lage in Deutschland eine bedeutende Logistik-Branche etabliert. Erfurt ist nach Leipzig die Stadt mit der zweitgrößten Messe in den ostdeutschen Ländern. Mit ihrem Hauptbahnhof ist die Stadt wichtiger Eisenbahnknotenpunkt im Personenverkehr. Bekannt ist Erfurt auch für seinen Gartenbau (egapark, Deutsches Gartenbaumuseum, Bundesgartenschau 2021) und als Medienzentrum (Sitz des Kindersenders KiKA, mehrerer Radiostationen sowie Tageszeitungen).
Mit der Entscheidung des Welterbekomitees der UNESCO von September 2023 wurde das jüdisch-mittelalterliche Erbe der Stadt in die Welterbeliste aufgenommen. Es umfasst die Alte Synagoge, die mittelalterliche Mikwe sowie das Steinerne Haus.
